Zarastro: Westliche Tage by Annette Kolb

(4 User reviews)   1138
By Donna Ferrari Posted on Jan 12, 2026
In Category - Budgeting
Kolb, Annette, 1870-1967 Kolb, Annette, 1870-1967
German
Ever read a book that feels like finding a forgotten letter? That's 'Zarastro: Westliche Tage.' It's not your typical story. Picture this: a young German woman, Anna, travels to the American West in the late 1800s. She's chasing a fresh start, but the frontier isn't the romantic escape she imagined. It's harsh, lonely, and filled with people running from their own pasts. The real mystery isn't in the landscape, but in Anna herself. Can she build a new identity in this unforgiving place, or will the ghosts of her old life and the pressures of a new world break her? It's a quiet, piercing look at what we leave behind to become someone new.
Share

Read "Zarastro: Westliche Tage by Annette Kolb" Online

This book is available in the public domain. Start reading the digital edition below.

START READING FULL BOOK
Instant Access    Mobile Friendly

Book Preview

A short preview of the book’s content is shown below to give you an idea of its style and themes.

Schicksale des einzelnen zur genauesten Replik der Weltschicksale prägt. Erster Teil. Am 1. Februar 1917 kam ich gegen Abend definitiv nach Bern. Im Zug -- am Fenster -- schlief ich zwischen Zürich und Baden auf einige Sekunden ein. Dabei rückten sich Bilder aus meiner Wohnung, aber um ein Drittel vergrößert -- die sich also selbst vergrößert hatten --, selbst an einer Wand zurecht. -- Trotz dieser so unvermittelt aufblitzenden Vision wurde die Mutlosigkeit, gegen die ich anzukämpfen hatte, immer drückender, und geradezu trostlos gestaltete sich meine Einfahrt in die Bahnhofhalle. Es goß so recht von innen heraus, wie nur der Berner Himmel zu gießen versteht. So begibt man sich wohl ins Gefängnis, wie ich in das Haus, um dessen anheimelnder alten Stiege willen ich im zweiten Stock zwei kleine Zimmer mit einem Alkoven gemietet hatte. Übrigens waren sie noch nicht frei, und indessen wurde mir ein großes niedriges angewiesen, das sofort meine Abneigung erregte: bis auf einen gewaltigen Tisch von wahrhaft tröstlichem Umfang. Er stand mitten in der Stube, ganz auf sich beruhend: Sieh mein geräumiges Rund, und wie gefällig es ist! Sahst du ein weiteres je? Bürde nur füglich mir auf, was immer du willst. Ich schaffe noch Platz dir. Na also! So redete er, halb in Hexametern, halb wie eine alte Kindsfrau zu mir, war immer optimistisch und richtete mich auf. Das Münster aber, das so gut anhebt und so schlecht verläuft, beschattet und beherrscht den Platz, und die Aussicht hart vor meinen Fenstern ist durch ihn versperrt. Auch mein Herz schlägt hinter Riegeln. Ich bin nicht mit den Illusionen hergekommen wie das erstemal. * * * * * 4. FEBRUAR. Kalte regnerische Tage, unfroh wie die Stunde meiner Ankunft, welche Telramunds, als sei dies unvermeidlich, zuerst erfuhren. Die Lauben sind, wie es scheint, ihr Jagdrevier, denn kaum trete ich vors Haus, so schießen sie mir schon wie auf Rollschuhen der Neugierde entgegen, jedesmal mit einer Einladung zum Tee. Ich bin entschlossen, ihr nicht zu folgen, denn sie ist natürlich nur verhörsweise gedacht. Fortunio rät von einer so schroffen Haltung ab. Wir diskutieren hin und her, und ich lasse mich leider überreden. 6. FEBRUAR. Tee bei Telramunds. Ich trage meinen teuren Pelz, denn es ist kalt, dazu aber ausgebesserte Schuhe, weil es regnet. Der Empfang ist übrigens von so glänzend imitierter Herzlichkeit, daß er mich fürs erste ganz beschämt. Wie unverkennbar ist doch im Grunde Telramunds Zuneigung für mich! Er erörtert meinen Roman in den höchsten Tönen, und wie freut sich Ortrud, mich zu sehen! Wie ungerechtfertigt ist der Name, den ich ihnen gebe! Wie funkeln Teekanne, Dose und réchaud! Wir sitzen ein wenig merkwürdig zusammen, es ist wahr! unsere sechs Knie eng aneinander gerückt: die meinen in der Mitte, wie die eines Delinquenten, von den beiden andern flankiert. Doch ist das nur zufällig vielleicht. Wenn aber drei Leute sich äußerlich in so enger Gemeinschaft befinden, und zwei von ihnen werfen sich Blicke zu, so wird es der Dritte bemerken, auch ohne es zu wollen und ohne hinzusehen. Ortrud guckte wertschätzend von meinem Mantel herab auf mein Schuhwerk. Der Pelz einerseits und die Reparatur anderseits gaben zu denken. Wie aber konnten sich die beiden so vergessen, daß sie plötzlich anfingen, wie mit Fliegenklappen nach mir auszuholen und sich hochbefriedigt ansahen, wenn sie glaubten, mich ertappt zu haben? Zwar lag es auf der Hand, daß ein so leicht zu überführendes Geschöpf unmöglich zugleich jene raffinierte Person sein konnte, für welche ich wußte, daß sie mich hielten. Aber wie resolut Leute von schlechten Instinkten jegliche hemmende Logik von sich weisen, wußte ich auch. Von neuem auf der Hut, beantwortete ich...

This is a limited preview. Download the book to read the full content.

If you're tired of flashy plots, let me introduce you to Annette Kolb's quiet masterpiece. First published in 1913, it feels surprisingly modern in its questions about self and place.

The Story

We follow Anna, a woman who leaves Germany for the sprawling plains and rugged towns of the American West. She's seeking freedom and a blank slate. But the reality is gritty. She faces isolation, the struggle to make a living, and the complex social rules of frontier communities. The story moves at the pace of life there—sometimes slow, sometimes suddenly sharp. It's less about dramatic shootouts and more about the internal battles: loneliness, cultural dislocation, and the daily work of survival.

Why You Should Read It

Kolb writes with incredible subtlety. Anna isn't a heroic pioneer; she's real, sometimes doubtful, often weary. You feel the dust and the distance in the prose. The book's power is in its atmosphere and its psychological honesty. It captures that specific ache of being between two worlds, not fully at home in either. It's about the cost of reinvention and the quiet courage of ordinary people.

Final Verdict

Perfect for readers who love character-driven stories and historical settings that feel lived-in, not like a museum display. If you enjoyed the mood of Willa Cather's frontier novels or the introspective journey in a book like 'Stoner,' you'll find a friend here. It's a short, potent read that stays with you, like a memory of a vast, open sky.



🟢 Legal Disclaimer

This historical work is free of copyright protections. Preserving history for future generations.

Daniel Green
5 days ago

After years of reading similar books, the tone rmeains consistent and professional throughout. Don't hesitate to download this.

Deborah King
1 month ago

After finishing this book, the content flows smoothly from one chapter to the next. I’ll definitely revisit this in the future.

Richard Adams
2 weeks ago

Believe the hype, it challenges the reader's perspective in the most intellectual way. An unexpectedly enjoyable experience.

Kevin Carter
4 months ago

This is one of those books where the pacing is just right, keeping you engaged from start to finish. This was both informative and enjoyable.

4
4 out of 5 (4 User reviews )

Add a Review

Your Rating *
There are no comments for this eBook.
You must log in to post a comment.
Log in

Related eBooks