Thekla, oder die Flucht nach der Türkei. by August Schrader

(5 User reviews)   776
By Donna Ferrari Posted on Jan 12, 2026
In Category - Personal Finance
Schrader, August, 1815-1878 Schrader, August, 1815-1878
German
Ever heard of a German girl in the 1840s who disguises herself as a man to chase her lover across Europe into the Ottoman Empire? That's Thekla. This book is wild. It's part adventure, part travelogue, and a whole lot of drama. Forget everything you think you know about 19th-century novels—this one throws its heroine into harems, onto pirate ships, and through political intrigue, all for love. It's a forgotten gem that feels surprisingly fresh and absolutely bonkers in the best way. If you like your historical fiction with a side of pure, unadulterated escapade, you need to meet Thekla.
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schienen einem kräftigen Manne von vierzig Jahren anzugehören. Herr Czabo war seit längerer Zeit schon Wittwer, seine Lebensgefährtin hatte vor zehn Jahren die Cholera hinweggerafft, die damals mit großer Gewalt in der armen Stadt gehaus't. Netti, seine einzige Tochter, zählte bei dem Tode der Mutter nur erst elf Jahre, so daß in ihr eine Stütze für die Wirthschaft nicht zu finden war; der betrübte Wittwer war daher gezwungen, eine Haushälterin zu nehmen, der er die Sorge für die Oekonomie unumschränkt übertrug. Die Wahl dieser Person war eine glückliche gewesen, denn Meta, eine kinderlose Wittwe, ersetzte vollkommen die waltende Hand der geschiedenen Gattin und half durch Sparsamkeit den Wohlstand ihres Herrn erhöhen. Netti reifte indeß zu einer blühenden, schönen Jungfrau heran, auf die mehr als ein Dutzend junger Leute aus dem mittlern und höhern Bürgerstande der Stadt sehnsüchtige Blicke warfen. Die Jungfrau hatte auch bald gewählt, der Advokat Ferenz, der den ersten Stock des Hauses bewohnte, war der Auserkorene, beide liebten sich mit dem ersten Feuer der Jugend und der Vater billigte diese Liebe, da Ferenz einer der tüchtigsten Advokaten der Stadt war und ein jährliches Einkommen erwarb, das ihm ein gutes Haus zu führen erlaubte. Schon seit länger als einem Jahre hatte Herr Czabo die Verlobung seiner Tochter mit dem jungen Advokaten angesetzt, die unglückliche Revolution der Ungarn, die auch Semlin, die äußerste Grenzstadt in steter Gährung erhielt, war dem sorglichen Vater indeß ein Stein des Anstoßes gewesen und die Liebenden mußten sich in Geduld fügen, das Ende der Volkserhebung zu erwarten. Ferenz liebte aus voller Seele seine junge Braut, er brachte aber die verzögerte Verbindung mit ihr dem Vaterlande gern zum Opfer, da er nicht minder für die Freiheit des Volkes erglühte und ein eifriger Anhänger der Kossuth-Parthei war. Seine Gesinnung durch die That zu bewähren unterließ er aber aus dem Grunde, da er die Abneigung seines künftigen Schwiegervaters gegen den Umsturz des Bestehenden kannte und seine politische Meinung ihm verbergen wollte, zumal Netti ihn mit Thränen in den Augen darum gebeten hatte. Oesterreich hatte mit Hülfe der russischen Waffen die großartige Erhebung der heldenmüthigen Ungarn unterdrückt, in allen Städten flatterte die schwarz-gelbe Fahne von den Thürmen und die Führer der Volksparthei wurden verfolgt und im Falle man ihrer habhaft ward, vor ein Kriegsgericht gestellt und erschossen oder erhängt. Die Rachsucht des Siegers erstreckte sich vorzüglich auf den Adel Ungarns, der, nur mit wenigen Ausnahmen, Leben und Gut der Sache der Freiheit geopfert und überall als Vorkämpfer in den Reihen der vaterländischen Armeen gestanden hatte. Mit der Uebergabe des Görgey'schen Corps fiel eine große Anzahl junger ungarischer Edelleute in die Hände der übermüthigen Sieger, und alle, die als höhere Officiere dem Vaterlande gedient, wurden als gemeine Soldaten in die Reihen der österreichischen Truppen gestellt, um so als willenlose Werkzeuge der Verfolgung benutzt zu werden. Aber nicht allein den Männern der Revolution galt diese Verfolgung, sondern auch den Frauen, die durch anfeuernde Worte und Geldsummen in dem großen Befreiungskampfe mitgewirkt hatten. Zu diesen Frauen gehörte vor allen die junge Gräfin Thekla Andrasy, die als Herrin eines großen Vermögens die hervorragendste Rolle gespielt hatte. Der große Sieger proscribirte die junge Gräfin und setzte einen Preis von dreitausend Ducaten auf ihren schönen, und wie viele versichern, reizenden Kopf, da sie sich durch die Flucht dem Schicksale ihrer Gesinnungsgenossen entzogen hatte, während ihre Güter der Krone Oesterreichs anheimfielen. Um dieselbe Zeit, als die Proclamationen des neuen Gouverneurs von Ungarn die Städte erfüllten und eine genaue Personalbeschreibung der flüchtigen Gräfin lieferten, die das Mitleid und die Segenswünsche aller Ungarn begleiteten, verbreitete sich in Semlin das Gerücht, Thekla Andrasy habe sich hierher gewendet, um bei...

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I stumbled upon this 1844 novel almost by accident, and what a find it was. August Schrader's Thekla is a whirlwind of a story that completely upended my expectations.

The Story

Thekla is a young woman from a good German family who falls in love with a man named Alfred. When he's forced to flee to Turkey (the Ottoman Empire), she doesn't just pine away. She cuts her hair, puts on men's clothes, and sets off after him. Her journey is anything but smooth. She faces pirates, gets tangled in political schemes, and even finds herself in a harem, all while trying to keep her true identity a secret and track down the man she loves.

Why You Should Read It

What grabbed me wasn't just the plot—it was Thekla herself. For a book written in the 1840s, she's a shockingly active heroine. She makes bold, reckless choices and deals with the consequences. The book is also a fascinating window into how Europeans of the time viewed the 'exotic' East. Schrader packs it with descriptions of Turkish life, customs, and landscapes, making it feel like an adventurous travel diary as much as a romance.

Final Verdict

This is a perfect pick for readers who love historical adventures with a strong, unconventional lead. If you enjoy stories about cross-dressing heroines, perilous journeys, or just a good, old-fashioned, over-the-top romantic quest, you'll get a kick out of Thekla. It's a fast-paced, entertaining escape into a world of danger and devotion.



🏛️ Public Domain Content

This masterpiece is free from copyright limitations. It serves as a testament to our shared literary heritage.

Emily Baker
5 months ago

I came across this while researching and the interplay between the protagonists drives the story forward beautifully. Absolutely essential reading.

Margaret Davis
6 days ago

From a casual reader’s perspective, the content remains relevant throughout without filler. I’ll be referencing this again soon.

Sarah Mitchell
5 months ago

This exceeded my expectations because it creates a vivid world that you simply do not want to leave. I couldn't put it down until the very end.

Kevin White
4 months ago

This immediately felt different because the insights offered are both practical and thought-provoking. Time very well spent.

Robert Wright
3 months ago

I’ve read many books on this subject, and the material builds progressively without overwhelming the reader. This left a lasting impression on me.

4.5
4.5 out of 5 (5 User reviews )

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